| Das pneumatische
Tintenmarkierverfahren
Das pneumatische Tintenmarkierverfahren basiert auf einem konstant aufrecht erhaltenen
Luftdruck, wobei die Öffnungsdauer (Pulslänge) der Düsen variiert wird. Die Abgabe der Tintenpunkte
erfolgt über die pneumatische Aktivierung eines Shuttle-Mechanismus bei gleichzeitigem Einstrom von Luft in das
Patronenreservoir.
Die in das Patronenreservoir einströmende Luft drückt die Tinte durch ein Teflonröhrchen.
Am Ende dieses Röhrchens bildet sich ein kleiner Tintentropfen. Gleichzeitig bewegt sich das Shuttle (die
Patronenhalterung) mithilfe eines Luftstroms, der in einen Zylinder gedrückt wird, nach unten. Am untersten Punkt der
Shuttle-Bewegung (die Patrone befindet sich dann ungefähr ein bis zwei mil über der Wafer-Oberfläche) wird
der Tintentropfen abgelegt. Nach 22,5 Millisekunden schließt die Luftdüse des Shuttles und das Shuttle bewegt
sich wieder nach oben.
Sobald der Luftstrom die Patrone verlassen hat, schließt die Düse und der Tintenfluss wird
gestoppt. Dadurch entsteht ein Vakuum, das überschüssige Tinte zurück in das Patronenreservoir zieht. Auf
diese Weise wird das Tropfen der Tinte vermieden. Nach Ablauf von 10 Sekunden ohne Antrieb wird die Düse für
10 bis 20 Millisekunden geöffnet (je nach Einstellung der Punktgröße). Dadurch wird eine geringe
Tintenmenge zurück in die Teflonröhre gezogen, was auch nach langen Pausen zwischen dem Setzen von Punkten
eine gleichbleibende Punktgröße garantiert.
Eine einzige Patronenkonfiguration kann unterschiedliche Punktgrößen erzeugen. Die
Punktgröße bei einer Standardpatrone (oder eines konventionellen Tintenmarkierers) wird vom Filamentdurchmesser
und dem Innendurchmesser der Nadel (die den Tintenfluss steuert) bestimmt. Unterschiedliche Punktgrößen erfordern
unterschiedliche Patronen/Tintenmarkierer. In einem pneumatischen System wird die Punktgröße durch Variation der
Dauer des Luftstroms in das Patronenreservoir gesteuert. Je länger der Luftstrom andauert, desto mehr Tinte wird durch
das Teflonröhrchen gedrückt und desto größer ist der Tintentropfen. Aus diesem Grund kann eine gegebene
Patronenkonfiguration die Punktgröße in einem Bereich von 20 - 30 mil
(508-762
mm) oder 30 - 40 mil (762-1016 mm) (je nach Controller-Einstellung)
variieren.
Das pneumatische Tintenmarkierverfahren umgeht ein für konventionelle Tintenmarkierer typisches
Problem: Das für große Punkte (und üblicherweise die längsten Testzeiten) erforderliche Flussvolumen führt
oftmals zu einer uneinheitlichen Tintenabgabe. Bei langen Wartezeiten zwischen fehlerhaften Chips läuft am Ende des Filaments die
überschüssige Tinte zusammen, was zu Tropfenbildung und der Abgabe von "Tintenklecksen" führt. Bei höheren
Geschwindigkeiten hingegen ist der Tintenfluss zu klein, um mit den Filamentbewegungen mitzuhalten und die Tintenpunkte werden zu klein.
Dieses Problem tritt deutlich bei Geschwindigkeiten ab 15 Punkten pro
Sekunde hervor.
In einem pneumatischen System verhindert der bereits zuvor erwähnte automatische Vakuumpuls
die Tropfenbildung. Zu kleine Punkte können nicht auftreten, da der Tintenfluss nicht von der Filamentbewegung
beeinflusst wird – vielmehr hängt er von der Dauer des Luftstroms und der voreingestellten Bewegung des Shuttles ab. Die
Fließfähigkeit der Tinte und die Röhrchengröße sind speziell auf jede Patrone abgestimmt und garantieren eine
bestimmte Bandbreite an Punktgrößen bei unterschiedlichen Luftdruckstärken
und Controller-Einstellungen.
Controller-Spezifikationen
(außer Auto-Z und Z-motorisiert)
| Abmessungen |
152 mm x 152 mm x 102 mm (6" x 6" x 4") |
| Gewicht |
2.5 kg (5.5 lbs) |
| Netzanschluss |
100 / 120 / 220 / 240 Volt Wechselstrom bei 50 / 60 Hz |
| Eingang Prober |
12-60 Volt bei minimaler Impulsbreite von 30 ms |
| Eingang Fußschalter |
Kontaktschluss, >50 Millisek. |
| Luftverbrauch |
70 psi + 10 psi Betriebsluft (laut
I.S.A. S7.3
Spezifikation) |
| Durchlaufrate |
Über 750 Durchläufe pro Minute |
| Aktivierungsbereich |
Luftzufuhr Patrone (Punktgröße) – kontinuierlich
bei variabler Pulsdauer (10-25 ms), Luftzufuhr Shuttle – fest bei 22,5 ms |
| Steuerprozessor |
Motorola 68705 Mikroprozessor (Genauigkeit +
0,5%) |
| Shuttle-Bewegung |
1,3 mm - 1,5 mm fest (Alle Modelle außer X5100) 1,14 mm
- 1,3 mm fest (X5100)
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| Zähler |
Sechsstellig mit externer Reset-Möglichkeit (unabhängig vom Mikroprozessor) |
| Externer Regler/Filter |
Luftfilter mit 5,0 Mikron |
| Zertifizierungen |
CE-Zertifizierung (EMC und
LVD)
Konformität zu Richtlinien der Europäischen Gemeinde
EMC-Richtlinie 89 / 336 / EEC
Niederspannungsrichtlinie 73 / 23 / EEC
Konformität zu folgenden Standards:
EN50081-2, EN50082-2, EN61010-1 |
Pneumatische
Tintenpatronen
| Modell |
DieMark-2 und DieMark-2.3, Typen A5, A6, A8 |
| Freistehende Nadellänge |
DieMark-2: 1,3 cm, DieMark-2.3: 7,6 mm |
| Innendurchm. Teflonröhrchen |
A5 - 0,13 mm / A6 - 0,15 mm / A8 - 0,2 mm |
| Reservoirkapazität |
1,1 Gramm nominal |
| Verfügbare Tinten |
Standardtinten von Xandex 8103, 7824, 7824T, 6990, 6993
und 6997. |
| Punktgrößen |
Konsistente Punktgröße (+ 10%) bei Geschwindigkeiten von
12 Punkten/Sekunde bis 1 Punkt/2 Minuten. |
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